..wie peinlich es mir ist, Autor zu sein

Gestern diese verkorkste Veranstaltung in der Brotfabrik. Verzichte auf 150 Euro, nur um nicht vor 2 Leuten lesen zu müssen. Geht es mir zu gut, oder habe ich meinen Stolz? Dabei war ich schon vorher sehr skeptisch, daß das nichts werden konnte. Es stand ja nicht mal in der Zitty. Diese Erniedrigung, erst saßen ja noch einige im Café, aber die sind dann alle in den Film über den 17.Juni gegangen. Helmut Höge getroffen, wollte natürlich auch in den Film. Daß sie nicht verstehen, wie peinlich es mir ist, Autor zu sein. Das läßt sich nur vor vielen Leuten verstecken.

sofa


Wir Wecker geweckten

Die Bereitschaft, sich jeden Tag vom Wecker wecken zu lassen und Beleidigungen der Vorgesetzten runterzuschlucken, wäre in Mitleidenschaft gezogen, wenn es den Arbeitslosen sichtbar gut ginge. Der Hass auf das eigene Arbeitsleben entlädt sich in Sudel-Talks, in denen Beschäftigte kurz davor sind, so genannte Sozialschmarotzer zu lynchen.

Kapitalismus ist grausam
Jungle World 43/ 2003